Dipl.-Ing. für CV – Teil 1 – Einleitung

Freitag, 1. Februar 2008:

Ein Leser hat um einen Bericht gebeten, wie ich zu meinem jetzigen Praktikum gekommen bin und was ich da so mache:

29. Januar 2008
[…] Ich bin übrigens zur Zeit CV-Student und daher sehr interessiert daran, was andere ehemalige CVler nach dem Studium so machen. Daher würde ich es gut finden, wenn du evtl. ein paar mehr Eindrücke aus deinem Praktikum-Alltag schreiben könntest… Was du da genau machst, wie du dazu gekommen bist usw… Ist ja nicht sooo der alltägliche Job nach einem CV-Studium… […]

Diesem Wunsch komme ich gerne nach. Ich werde den Bericht allerdings in vier Teilen veröffentlichen, da ich kein besonderer Fan von zu langen Einträgen bin.

Teil 1: Einleitung
Teil 2: Studium und Hintergrund
Teil 3: Studienabschluss und Jobsuche
Teil 4: Praktikum und Perspektiven

Dieser Leser war allerdings nicht der erste, der sich darüber wundert, wieso man sich als Diplom-Ingenieur (bzw. halber Informatiker) freiwillig „herab begibt“ und ein Praktikum absolviert.  In dieser Branche: IT, Computer, Software. Mit einem Eins-Komma Diplom. Absolut nicht nachvollziehbar? Nun, dann sei gespannt auf Teil 2.

Konrad am 13.10.2007
Praktikum? Du hast doch ein Diplom einer begehrten Studienrichtung. Seit wann gehört man damit zur Generation Praktikum?

Vorweg noch einige allgemeine Worte bzw. weiterführende Links zum Studiengang bzw. Berufsbild Computervisualistik:

  • Einen umfangreichen Eintrag zum Fachgebiet + Studiengang CV gibts auf Wikipedia
  • Eine Antwort auf „Was ist CV?“ gibts auf der CV-Webseite unter „Informationen“ ((Runterscrollen um „Was ist ein Computervisualist“ im Ganzen zu lesen))
  • Eine Beschreibung des Berufsbildes auf Monster.de
  • Kurzgesagt: Computervisualistik ist Informatik mit Spezialisierung in den Bereichen Bildverarbeitung, Computergrafik und Visualisierung.

Von den Informatikern wurde unser Studiengang häufig als Bunte-Bildchen-Informatik, Klicki-Bunti-Informatik ((vermutlich weil viele CV’ler einen Rechner noch nie von innen gesehen haben)), Copy Paste ((„CV“ als Abkürzung des Studiengangs vs. Tastenkombinationen Ctrl+C und Ctrl+V)), Schlampen-Informatik ((Vor allem, weil unter den CV’lern – im Gegensatz zur Informatik – wesentlich mehr Frauen anzutreffen waren)) o.ä. abfällig bezeichnet.

Ich persönlich habe mich von diesen Bezeichnungen immer sehr angegriffen gefühlt – leisteten wir doch wesentlich mehr als die Informatiker. Interdisziplinarität war das Zauberwort.

So besuchte ich nicht nur Fächer der Informatik und Computervisualistik, sondern bekam (neben gefühlten 10 Semestern Mathematik) auch einen umfassenden Einblick in Industriedesign, Maschinenbau und Psychologie.

Eine detaillierte Auflistung der von mir besuchten Fächer findest du übrigens hier.