{"id":54,"date":"2010-01-02T15:33:55","date_gmt":"2010-01-02T13:33:55","guid":{"rendered":"https:\/\/cv.fotovis.de\/?page_id=54"},"modified":"2010-01-02T16:20:54","modified_gmt":"2010-01-02T14:20:54","slug":"dipl-ing-fur-cv-teil-4","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/cv.fotovis.de\/?page_id=54","title":{"rendered":"Dipl.-Ing. f\u00fcr CV &#8211; Teil 3 &#8211; Studienabschluss und Jobsuche"},"content":{"rendered":"<p><strong>16.02.2008<\/strong><\/p>\n<p>Fortsetzung der vierteiligen Beitragsserie&#8230;<\/p>\n<p><a href=\"..\/?page_id=51\">Teil 1: Einleitung<\/a><br \/>\n<a href=\"..\/?page_id=53\">Teil 2: Studium und Hintergrund<\/a><br \/>\n<strong>Teil 3: Studienabschluss und Jobsuche<\/strong><br \/>\n<a href=\"..\/?page_id=60\">Teil 4: Praktikum und Perspektiven<\/a><\/p>\n<p><img src=\"http:\/\/mitgebloggt.net\/wordpress\/wp-content\/trenner.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><strong>Studienende<\/strong><\/p>\n<p>Ich hatte mir bereits <em>vor<\/em> der Diplomarbeit vorgenommen, <em>w\u00e4hrend<\/em> selbiger Bewerbungen zu schreiben. Aus Zeitmangel kam es jedoch nicht dazu. Jedenfalls stand ich im Februar 2007 mit meinem Diplom fast wieder so ahnungslos da, wie nach dem Schulabschluss: Und nun?<\/p>\n<p>Die Studentenzeit, die viel Freizeit bereit hielt, war zu Ende. Das Berufsleben stand als Ungeheuer direkt neben dem noch gr\u00f6\u00dferen Ungeheuer Arbeitslosigkeit. Wie sollte mein Leben weiter gehen? <span style=\"color: #0ebb01;\">WAS und WO wollte ich arbeiten? Und auch: f\u00fcr WIEVIEL ((Wieviel: Die meisten Jobangebote forderten die Angabe einer Gehaltsvorstellung)) ?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0ebb01;\">Was?<\/span><br \/>\nNun stand ich wieder vor dem Dilemma: was konnte mir dieses aufgedr\u00fcckte Studium geben, an dem ich auch Freude haben w\u00fcrde? Das Interesse zog mich, nicht zuletzt durch meine Diplomarbeit, von der reinen Softwareentwicklung (Java ((Java: Die einzige Programmiersprache, die ich zu dem Zeitpunkt richtig gut beherrschte)) \/ J2EE ((J2EE: kurzgesagt wohl Webentwicklung mit Java, beherrsche ich aber (noch) nicht)) Developer ((Developer: das englische Wort f\u00fcr Entwickler\/Programmierer)) ) weg, hin zur Webentwicklung (PHP \/ Flash Developer).<\/p>\n<p><span style=\"color: #0ebb01;\">Wo?<\/span><br \/>\nVon vornherein war mir klar, dass ich gern im Osten bzw. im <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mitteldeutschland\">mitteldeutschen<\/a> Raum bleiben wollte, auch wenn sich das massiv aufs Gehalt auswirken w\u00fcrde. Eine Einstellung, die so gut wie keiner meiner Kommilitonen nachvollziehen konnte oder wollte.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0ebb01;\">Wieviel?<\/span><br \/>\nDie allermeisten Jobangebote beinhalteten die Frage nach dem Gehaltswunsch, und ich wusste eigentlich noch nie so recht, was man da hinschreibt. Gerade <a href=\"https:\/\/cv.fotovis.de\/?page_id=72\">Statistiken<\/a> halfen in dieser Frage nicht wirklich weiter. Eine zu hohe Angabe ist fatal. Und unter Wert verkaufen will man sich auch nicht, zumal man auch nicht weiss, wie Firmen darauf reagieren&#8230;<\/p>\n<p><strong>Bewerbungen<\/strong><\/p>\n<p>Ich motivierte mich, durchsuchte wochenlang Jobb\u00f6rsen \/ Suchmaschinen und druckte einige Hundert Jobangebote aus. Nachdem ich sie (aus)sortiert hatte, blieben eine Handvoll \u00fcbrig, auf die ich mich bewarb. Vier postalische Bewerbungen, zwei Dutzend per Email oder Online-Formular. Meine Gehaltsvorstellung gab ich gr\u00f6\u00dftenteils mit 36.000 \u20ac p.a. ((36.000 \u20ac p.a. brutto. Ein Durchschnittswert basierend auf Statistiken, Vorschl\u00e4gen von Kommilitonen (40T) sowie Einstiegsgeh\u00e4ltern derselben ( &gt; 50T). Ich verga\u00df leider die Einstiegsgeh\u00e4lter anderer K. (24T). )) an.<\/p>\n<p><strong>Entt\u00e4uschung<\/strong><\/p>\n<p>Schnell machte sich Ern\u00fcchterung breit, denn entgegen den Erwartungen von mir, meiner Familie und meinen Kommilitonen, rissen sich nicht gleich alle angeschriebenen Firmen um mich. Warten auf Reaktionen. Das Bangen begann: sollte ich etwa so enden, wie Kommilitonen anderer Studieng\u00e4nge, oder gar wie jemand ganz ohne Ausbildung?<\/p>\n<p>Sollte ich die Reaktionen in Prozente fassen, so <em>sch\u00e4tze<\/em> ich folgendes: 10% meldeten sich nach Tagen, 30% nach Wochen, 40% nach Monaten, 30% meldeten sich garnicht. Von den R\u00fcckmeldungen waren ca. 80% Absagen und 20% Einladungen zum Bewerbungsgespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>Auch meine Betreuerin beim Arbeitsamt, eine \u00fcberaus freundliche und hilfsbereite Frau Dr., konnte sich das Ganze kaum erkl\u00e4ren. Meine Anschreiben und der Lebenslauf waren im Grunde tadellos. Einzig bei der Gehaltsvorstellung riet sie mir zu einer \u00c4nderung:<\/p>\n<p>Anhand eines relativ aktuellen Spiegel-Artikels empfahl sie mir (mit den Worten \u201cum erstmal \u00fcberhaupt einen Job zu finden und Berufserfahrung zu sammeln\u201d) f\u00fcr die Region Ost die Zahlen 24.000-27.000 \u20ac\/p.a. (Der Artikel gab f\u00fcr Berufsanf\u00e4nger der Informatik-Branche f\u00fcr Gesamtdeutschland ein durchschnittliches Ersteinkommen von 29.xxx \u20ac\/p.a. an).<\/p>\n<p><strong>Erkl\u00e4rungsversuche<\/strong><\/p>\n<p>Was waren die Gr\u00fcnde f\u00fcr meine erfolglosen Bewerbungen? Nachfolgend eine unsortierte Ansammlung m\u00f6glicher Antworten\/Annahmen\/Thesen\/Behauptungen:<\/p>\n<ul>\n<li>Im Osten gibt es eher wenig Jobs in der IT- ((zu dieser Zeit bewarb ich mich durchaus u.a. auch f\u00fcr reine Informatik-\/Java-\/Software-Entwickler-Stellen&#8230;)) &amp; Web-Branche.<\/li>\n<li>Ich habe mit 15 Semestern einfach zu lange studiert (Regelstudienzeit: 10 Semester).<\/li>\n<li><span style=\"text-decoration: line-through;\">\u00dcberzogene<\/span> Naive Gehaltsvorstellungen.<\/li>\n<li>Breites Wissen und Interesse, anstatt tiefgr\u00fcndige und exakt passende Kenntnisse.<\/li>\n<li>Keine Berufserfahrung.<\/li>\n<li>Ich bin eine Frau (im geb\u00e4rf\u00e4higen Alter).<\/li>\n<li>Ein Computervisualist geht weder als richtiger Ingenieur, noch als Informatiker durch.<\/li>\n<li>Durch das Studium bin ich \u00fcberqualifiziert f\u00fcr ein bisschen Webentwicklung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00dcbrigens, vom <em>gef\u00fchlten Mangel<\/em> an IT&#8217;lern und Ingenieuren schreibt u.a. <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/ct\/07\/16\/078\/\">dieser<\/a> <span style=\"text-decoration: line-through;\">Heise<\/span> c&#8217;t-Artikel von ca Mitte letztem Jahr. Interessant an diesem Artikel fand ich die Gegen\u00fcberstellung der Zahlen arbeitslos gemeldeter IT-Fachkr\u00e4fte mit denen der gemeldeten offenen Stellen&#8230;<\/p>\n<p><strong>Umzug<\/strong><\/p>\n<p>Es begab sich, dass Andreas &#8211; mitten in meiner Bewerbungsphase &#8211; von der Arbeitsagentur ein Jobangebot in Hannover erhielt. Obwohl er lieber den Ausgang meiner Jobsuche abgewartet h\u00e4tte, bewarb er sich f\u00fcr die Stelle, die ihm inhaltlich auch gut gefiel. Wie es der Zufall wollte, erhielt er umgehend eine Zusage und sollte am 1. Juni anfangen.<\/p>\n<p>So pendelte er t\u00e4glich morgens und abends mit dem Zug zwischen Hannover und Magdeburg hin und her. Dies erwies sich bereits binnen weniger Tage als unsagbare Belastung f\u00fcr uns beide. Also entschlossen wir uns spontan, zusammen nach Hannover zu ziehen. Bereits einen Monat nach seinem Jobbeginn hatten wir dann unsere jetzige Wohnung.<\/p>\n<p>Warum ich gleich mitgezogen bin, hatte verschiedene Gr\u00fcnde: Ich freute mich auf eine gr\u00f6\u00dfere Wohnung. <em>Eine<\/em> Wohnung war kosteng\u00fcnstiger als zwei. Ich wollte die Vergangenheit zur\u00fccklassen. Und nat\u00fcrlich erhoffte ich irgendwie auch eine bessere berufliche Perspektive.<\/p>\n<p><strong>Chance<\/strong><\/p>\n<p>Seit Juli 2007 hatten wir die Wohnung. Bis der Umzug des Hausrats erledigt, die alten Bleiben abgesto\u00dfen und die Neue eingerichtet war, verging noch ein wenig Zeit. Mitten in diesen ca 2 Monaten fand ich auf <a href=\"http:\/\/www.xing.com\/go\/invita\/7274631\">XING<\/a> ((XING: Online Plattform f\u00fcr Gesch\u00e4ftskontakte und Jobsuche, sehr empfehlenswert)) eine Anzeige f\u00fcr ein verg\u00fctetes Praktikum, das mich sehr ansprach.<\/p>\n<p>In dieser Zeit war mein Alltag von Langeweile gepr\u00e4gt. Die Umzugskisten konnte ich schnell nicht mehr sehen, die Begeisterung f\u00fcr Umzug und Einrichtung war ebenso schnell verflogen. Und das Geld wurde knapp. Ich brauchte einen Job. M\u00f6glichst einen, der mir auch gefiel.<\/p>\n<p>Im September bewarb ich mich f\u00fcr das Praktikum. Warum? Die Aufgaben klangen sehr interessant, eine Praktikumsverg\u00fctung ist allemal besser als gar kein Einkommen und die Berufserfahrung konnte ich auch gut gebrauchen.<\/p>\n<p>Wie schon mehrfach erw\u00e4hnt: in die reine Java-\/Software-Entwicklung wollte ich nicht. Das Praktikum war eine Gelegenheit, um den Umstieg von dem Teil der Informatik, auf den mich das Studium vorbereitet hat, r\u00fcber auf den Teil der IT-Branche zu wagen, der mir auch gefiel, f\u00fcr den ich aber zu dem Zeitpunkt kaum ausreichende Kenntnisse vorweisen konnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>16.02.2008 Fortsetzung der vierteiligen Beitragsserie&#8230; Teil 1: Einleitung Teil 2: Studium und Hintergrund Teil 3: Studienabschluss und Jobsuche Teil 4: Praktikum und Perspektiven Studienende Ich hatte mir bereits vor der Diplomarbeit vorgenommen, w\u00e4hrend selbiger Bewerbungen zu schreiben. Aus Zeitmangel kam es jedoch nicht dazu. 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