{"id":53,"date":"2010-01-02T15:33:16","date_gmt":"2010-01-02T13:33:16","guid":{"rendered":"https:\/\/cv.fotovis.de\/?page_id=53"},"modified":"2010-01-02T16:20:15","modified_gmt":"2010-01-02T14:20:15","slug":"dipl-ing-fur-cv-teil-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/cv.fotovis.de\/?page_id=53","title":{"rendered":"Dipl.-Ing. f\u00fcr CV &#8211; Teil 2 &#8211; Studium und Hintergrund"},"content":{"rendered":"<p><strong>08.02.2008<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr alle, die schon sehns\u00fcchtig darauf gewartet haben, folgt hier nun die Fortsetzung der vierteiligen Beitragsserie&#8230;.<\/p>\n<p><a href=\"..\/?page_id=51\">Teil 1: Einleitung<\/a><br \/>\n<strong>Teil 2: Studium und Hintergrund<\/strong><br \/>\n<a href=\"..\/?page_id=54\">Teil 3: Studienabschluss und Jobsuche<\/a><br \/>\n<a href=\"..\/?page_id=60\">Teil 4: Praktikum und Perspektiven<\/a><\/p>\n<p><img src=\"http:\/\/mitgebloggt.net\/wordpress\/wp-content\/trenner.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><strong id=\"a1\">Schulabschluss, und nun?<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Abitur h\u00e4tte ich am liebsten erstmal ein wenig Leerlauf (Urlaub, FSJ, o.\u00e4.) gehabt, dies wurde aber von Elternseite verhindert. Also wie sollte es weiter gehen? Ich hatte kaum spezielle Berufsw\u00fcnsche, von den Angeboten in der Berufsberatung sprach mich eigentlich fast alles gleicherma\u00dfen an (aber umgeworfen hat mich davon nichts).<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst bewarb ich mich f\u00fcr eine Ausbildung bei einer Krankenkasse. Die konkrete Berufsbezeichnung habe ich l\u00e4ngst vergessen. Ich wurde zu einem Einstellungstest eingeladen, in dem ich sehr gut abschnitt, weil viele Sachen gefragt wurden, die wir kurz zuvor in der Schule im Fach &#8222;Wirtschaft &amp; Recht&#8220; hatten. Danach sollte ein Assessmentcenter folgen.<\/p>\n<p>Mittendrin dr\u00e4ngte mich mein Vater zum Studium. <span style=\"color: #0ebb01;\">Sp\u00e4ter kannst du immer noch was anderes machen<\/span> hiess es. So einfach ist das jedoch nicht ((Nach einem Studium ist man meist zu alt f\u00fcr eine Ausbildung, und zu intellektuell um nochmal die Schulbank zu dr\u00fccken. Studenten, die sich NACH einer Ausbildung f\u00fcr ein Studium entscheiden, ziehen selbiges wesentlich motivierter, z\u00fcgiger und geradliniger durch, sind dabei erfolgreicher und wissen genau, was sie erreichen wollen! Im Nachhinein w\u00fcnschte ich, ich h\u00e4tte es auch so herum gemacht.)), aber das wusste ich damals nicht. Entt\u00e4uscht sagte ich der Krankenkasse ab.<\/p>\n<p><strong id=\"a2\">Welches Studium?<\/strong><\/p>\n<p>Ich interessierte mich f\u00fcr Vieles und Verschiedenes. Damals waren, wenn ich mich richtig erinnere, Design\/Kunst, Informatik und Geologie\/Mineralogie meine Favoriten.<\/p>\n<p>Reine Informatik wurde in Jena, meinem Heimatort, noch nicht angeboten (kam ca 1 Jahr sp\u00e4ter!). In umliegenden St\u00e4dten sprachen mich die techniklastigen Informatikstudieng\u00e4nge irgendwie nicht so recht an.<\/p>\n<p>An Mediendesign (o.\u00e4.) in Weimar scheiterte ich kl\u00e4glichst am Bewerbungstest. Heute s\u00e4he das wohl anders aus. Andere Designstudieng\u00e4nge sprachen mich ebenfalls nicht so recht an.<\/p>\n<p>Mineralogie erforderte zuviel Chemie und Physik, ich hatte diese F\u00e4cher in der Schule nicht umsonst fr\u00fchzeitig abgew\u00e4hlt. Ich <strong>sollte<\/strong> unbedingt studieren! Was blieb also \u00fcbrig?<\/p>\n<p><strong id=\"a3\">Computervisualistik<\/strong><\/p>\n<p>Irgendwie fiel mir dann CV in Magdeburg auf. Auf den ersten Blick schien es wie eine Kombination aus Design und Informatik, also wie f\u00fcr mich gemacht! Es gab keinen NC, keinen Einstellungstest, oder \u00e4hnliche H\u00fcrden. Der Studiengang war damals erst 3 Jahre zuvor gegr\u00fcndet wurden, klang neu und sehr interessant. Die Entscheidung war gefallen.<\/p>\n<p>Zwar warnten gleich zu Beginn alle m\u00f6glichen Profs, dass dies eben kein Design- sondern ein Ingenieursstudiengang ist und dass man rechtzeitig wechseln solle, wenn man solch einen erwartet hat (und davon gab es in der Tat wirklich sehr viele). Nun, ich hatte nichts <em>Konkretes<\/em> erwartet und so hiess meine Devise <span style=\"color: #0ebb01;\">Nicht der Beginn, sondern einzig und allein das Durchhalten wird belohnt.<\/span><\/p>\n<p><strong id=\"a4\">Grundstudium<\/strong><\/p>\n<p>In den ersten zwei Semestern f\u00fchlte ich mich vor allem von Mathe, &#8222;Algorithmen &amp; Datenstrukturen&#8220; und theoretischer Informatik \u00fcberfordert. Ich versiebte massiv die Klausuren, weil ich den Stoff einfach nicht verstanden habe (siehe auch <a href=\"https:\/\/cv.fotovis.de\/?page_id=66\">hier<\/a>).<\/p>\n<p>Im 3.+4. Semester wiederholte ich Mathe erstmal bei einem anderen Prof und das half! Die informatische Grundlagenvorlesung wiederholte ich ebenso erfolgreich. Theoretische Informatik (algorithmische Geometrie) brachte mich bis zum Nachgespr\u00e4ch ((Nach versemmelter schriftlicher Pr\u00fcfung darf man sie noch einmal schriftlich wiederholen. Danach gab es noch die m\u00fcndliche Wiederholung (allerdings nicht pro Fach, sondern genau eine pro Grundstudium, und diese musste formal beantragt werden), und wenn man auch daran scheitert, w\u00e4re das Studium zuende. Gelegentlich war es \u00fcblich, zwischen schriftliche und m\u00fcndliche Wiederholung noch ein &#8222;Nachgespr\u00e4ch&#8220; einzuf\u00fcgen, wo man beweisen durfte, ob man den Stoff aus der Wiederholungsklausur nun doch beherrscht.)). Daf\u00fcr lernte ich wie besessen und bestand. <em>Es war das letzte Fach, in dem ich wiederholen musste. <\/em><\/p>\n<p>Ich wurschtelte mich dann so durch, aber vers\u00e4umte leider mich fachlich zu spezialisieren. Apropos Spezialisierung. Mit Computergraphik und Bildverarbeitung ((man beachte den Unterschied zwischen <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bildverarbeitung\">Bild-VER-arbeitung<\/a> und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bildbearbeitung\">Bild-BE-arbeitung<\/a>)) stand ich sofort auf Kriegsfuss: zuviel Mathe, zu abstrakt. Ich verstand es zwar, Freude hatte ich daran aber keine.<\/p>\n<p><strong id=\"a5\">Hauptstudium<\/strong><\/p>\n<p>Ab dem Praktikum, \u00fcber Programmierjobs, bis zur Diplomarbeit, verst\u00e4rkte sich meine Erkenntnis, dass reine Softwareentwicklung nicht unbedingt etwas ist, das ich zeitlebens machen m\u00f6chte: Ich mag es vielseitig, komplex, interdisziplin\u00e4r, abwechslungsreich.<\/p>\n<p>Eine reine CV-Karriere schlo\u00df ich schnell aus. Aber welche Alternativen blieben mir mit diesem Studiengang eigentlich? Monatelang NUR Java programmieren, tief in abstrakten Code abtauchen, und Ergebnisse nicht sofort <strong>sehen<\/strong> k\u00f6nnen, klang wenig reizvoll f\u00fcr mich.<\/p>\n<p>Psychologie fand ich zunehmend spannend. Aber den Studiengang wechseln, abbrechen? Daf\u00fcr war ich meiner Meinung nach zu weit gekommen, das wollte ich erstmal erfolgreich beenden. Und es war mir auch zuviel Zeit verstrichen, um noch ein Zweitstudium anzuh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Es war nicht leicht f\u00fcr mich, ein Diplomthema zu finden: unspezialisiert, breites Interesse ja &#8211; tiefe Vorkenntnisse nein, vorwiegend Wissen was man <strong>nicht<\/strong> machen m\u00f6chte. Am Ende hatte ich aber dennoch eine kleine Themenauswahl. Und meine Entscheidung erwies sich als ein wirklich sehr spannendes Thema, dessen Forschungsarbeit mir gro\u00dfen Spass bereitete.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>08.02.2008 F\u00fcr alle, die schon sehns\u00fcchtig darauf gewartet haben, folgt hier nun die Fortsetzung der vierteiligen Beitragsserie&#8230;. Teil 1: Einleitung Teil 2: Studium und Hintergrund Teil 3: Studienabschluss und Jobsuche Teil 4: Praktikum und Perspektiven Schulabschluss, und nun? 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